Ich bin gerade beim Sockenstricken. Dabei hab ich schon 2 verschiedene Bündchen probiert und bin etwas unsicher. Entweder die klassische 1M re und 1M li im Wechsel - Variante, oder 2M re und 2M li, oder was völlig anderes?
Wie macht ihr eure Bündchen und wieso gerade auf diese Art
(außer die Anleitung will es so)? Welche Erfahrungen habt ihr
mit den unterschiedlichen Varianten gemacht?
Da ich gern Neues ausprobiere, habe ich im Laufe meiner nicht allzu langen Strickkarriere einige Bündchenvarianten getestet, 1re/1li, 2re/2li, 3re/1li, Zopfbündchen und Mäusezähnchenrand. Von diesen allen fand ich das 2re/2li-Bündchen am besten, es ist am einfachsten von allen zu stricken, sieht gut aus und hält. Deswegen ist es auch die Variante, für die ich mich in 90% aller Fälle entscheide. Der Mäusezähnchenrand ist auch ganz nett und rutscht überraschenderweise nicht.
Update: Ich habe gerade die Antworten in den anderen Blogs gelesen und das 2re/2li-Bündchen scheint wirklich das beliebteste zu sein. Einige stricken auch das Baby-Cable-Muster. Das werde ich auch mal ausprobieren, für das Bündchen oder für die ganze Socke. Sieht nämlich sehr nett aus, wie ich finde.
06 Februar, 2007
Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 06/2007
04 Februar, 2007
Immer noch keine Kamera, also wieder nichts zu zeigen. Stattdessen beantworte ich die vorletzte Dienstagsfrage:
Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 03/2007
Was hat sich an eurem Strickverhalten geändert, seit ihr Strickblogs lest oder selber einen schreibt? Welche zusätzlichen Erfahrungen habt ihr gemacht?
Ich stricke noch nicht sehr lange, ich glaube erst seit November 2005 und das Internet war von Anfang an ein wichtiger Faktor, auch und vor allem in Form von Blogs, sowohl deutsch- als auch englischsprachigen. In Strickbüchern, auch wenn es ein paar sehr gute gibt, steht auch nicht alles drin (besonders nicht in deutschen), in Blogs wird manfast bei jedem Problem fündig. Ich glaube, die Hälfte meines Strickwissens, wenn nicht mehr, stammt aus Weblogs oder aus dem Internet im allgemeinen. Es gibt sehr informative und anschauliche Tutorials (z.T. mit Videos), Tipps und Tricks, Anleitungen, die man in keinem Buch findet. Man hat die Möglichkeit, seine eigenen Anleitungen zu veröffentlichen (ich denke da an Knitty oder Magknits) oder sein sonstiges Wissen mit den anderen teilen.
Ich habe außerdemvon vielen bekannten (z.B. Rowan, Noro, Lorna's Laces, Sock Hop Yarn, Socks that Rock) und anderen, unbekannteren Garnen erfahren, die es nicht nur in den lokalen Wollläden, sondern auch in ganz Deutschland nicht gibt und die ich jetzt natürlich alle ausprobieren will, teilweise bereits habe. Oft sind es sehr kleine, manchmal Ein-Mann-Unternehmen, von denen man ohne das Internet und die Blog-Mundpropaganda nie etwas gehört hätte. Das finde ich so schön am Internet.
Mein Kaufverhalten hat sich dadurch sehr geändert, ich kaufe mehr (wenn ich es mir leisten kann), aber auch bewusster. Ich recherchiere zum Beispiel vorher im Internet, was für Erfahrungen Blogger mit dem Garn X gemacht haben, wie es verstrickt aussieht etc. Diese Informationen sind ausführlicher und verlässlicher als manche Herstellerangaben.
Schließlich ist es auch ein gutes Gefühl, ein Hobby mit Gleichgesinnten zu teilen, vor allem eines, für das im wirklichen Leben nur wenige Verständnis haben (von meinen Bekannten strickt jedenfalls keiner oder gibt es nicht zu ;)). Ich wünschte nur, ich könnte viel mehr Sprachen, um nicht nur englisch- oder deutschsprachige Blogs lesen zu können. Ich bewundere übrigens Blogger, die ihre Einträge in zwei (Englisch und Muttersprache), manchmal sogar drei (!) Sprachen verfassen. Das erweitert den Leserkreis natürlich enorm. Mir wäre der Aufwand aber ehrlich gesagt einfach zu groß.
30 Januar, 2007
Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 05/2007
Ich habe gerade ein paar glatt rechts gestrickte Socken in Arbeit. Bei gemustertem Garn ist klar, wann man mit der Ferse anfängt. Aber bei uni? Wie machen das die Anderen? Reihen zählen damit beide Socken genau gleich lang werden oder wie ich die zweite Socke einfach drauflegen und abschätzen? Das gleiche Problem besteht ja bei Pullovern wenn man glatt
rechts strickt?
Kurz und knapp: Ich zähle die Reihen. Leider ist auch das nicht immer eine Garantie für gleich lange Teile, nämlich wenn man je nach Tagesform, mal fest, mal locker strickt. Aber in letzter Zeit (bilde ich mir zumindest ein) habe ich dieses Problem nicht. Ist wahrscheinlich die Übung, die sich langsam auszahlt.
Allerdings zähle ich die Reihen nur, damit die Socken eines Sockenpaars identisch sind. Ansonsten habe ich keine zwei Sockenpaare, die gleich groß sind, weder vom Schaft noch vom Fuß her. Das Bündchen und den Schaft der ersten Socke stricke ich so lang, wie es mir gefällt und mit den Abnahmen für die Spitze beginne ich, wenn der Fuß ungefähr beim kleinen Zeh angelangt ist. Ich zähle die Reihen also nur bei der zweiten Socke.
Hmm, jetzt ist die Antwort doch etwas ausführlicher geworden.
23 Januar, 2007
Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 04/2007
Man sieht es ja in vielen Blogs - immer mehr Strickerinnen färben Ihre Wolle selbst. Welche Erfahrungen habt ihr dabei gemacht? Es werden ja die verschiedensten Mittel zum Färben genutzt, von der Ostereierfarbe über Kool Aid und Naturfarben zu Stofffarbe und den Ashford Farben. Wie klappt es mit dem Färben, wie wird gefärbt, gibt es Geheimtipps? Wie ist es mit der Haltbarkeit der Farben??
Das ist das erste Mal, das ich die verstrickte Dienstagsfrage beantworte. Diesmal fühle ich mich angesprochen, denn zufälligerweise habe ich am vergangenen Wochenende zum ersten Mal Wolle gefärbt. Das wollte ich schon soo lange ausprobieren und ich hatte auch schon längst Kool Aid über Ebay besorgt, habe mich dann aber doch nicht getraut (es klang so schrecklich kompliziert und aufwendig). Außerdem ist mein Wollvorrat auch so groß genug.
Aber letztes Wochenende hat es mich doch gepackt. Leider habe ich zur Zeit keine Kamera zur Verfügung und konnte den Färbeprozess nicht dokumentieren (deswegen gibt es hier in letzter Zeit auch keine Bilder zu sehen, obwohl ich schon was zu zeigen hätte). Sobald ich die Kamera habe, werde ich wenigstens ein paar Fotos vom Ergebnis posten und einen detaillierten Bericht schreiben.
Ich kann aber schon mal sagen, dass das Färben auf jeden Fall ein Erfolg war (zumindest für den ersten Versuch). Die Farbe ist ein dunkles sattes Burgundrot geworden mit ganz leichten Farbvariationen. Kein bisschen knallig, was aber zum Teil sicher daran lag, dass ich die Farbe mit Blau abgetönt und als Ausgangsmaterial eine weiß-grau melierte Wolle genommen habe. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht und war nicht so eine Sauerei wie ich gedacht hätte.
Ich habe mich an die Hot-Pour-Dying-Methode aus dem Twisted Sisters Sock Workbook (s. Buchempfehlhungen in der rechten Spalte) gehalten und es hat alles in allem gut geklappt. Es gibt zwar einige Dinge, die ich beim nächsten Mal anders machen würde (z.B. den Strang nach dem Färben gut auswaschen, weil er sonst nach Essig stinkt!), aber was mich am meisten gestört hat, war das Aufwickeln des Strangs. Die Fäden haben sich teilweise verheddert und das Entwirren hat sowas von keinen Spaß gemacht. Ich bin immer noch nicht ganz fertig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das normal ist ... Gibt es einen Trick, um das Chaos zu vermeiden?







